News

OEM & Lohnfertigung für Hundefutter: Wie funktioniert das?

⏱️ 4 Min. LesezeitRatgeber von kauliebe
OEM & Lohnfertigung für Hundefutter: Wie funktioniert das?

Kurz gesagt

Hundefutter Lohnfertigung und OEM erklärt: Ablauf, Mindestmengen, Rezeptur und Kosten für Fachhändler, die eine eigene Linie aufbauen möchten.

Wer im Zoofachhandel oder als Wiederverkäufer eine eigene Produktlinie aufbauen möchte, stößt früher oder später auf zwei Begriffe: OEM und Lohnfertigung. Beide beschreiben, wie ein Hersteller Ware nach Ihren Vorgaben produziert, statt fertige Markenware weiterzuverkaufen. In diesem Beitrag erklären wir, was hinter Hundefutter Lohnfertigung und Hundefutter OEM steckt, wie der Ablauf konkret aussieht und worauf Sie vor dem Einstieg achten sollten.

OEM und Lohnfertigung: der Unterschied

Im Kern beschreiben beide Begriffe eine ähnliche Zusammenarbeit: Sie geben eine Produktkategorie und Ihre Marke vor, der Hersteller übernimmt Produktion und Verpackung. Bei der klassischen Lohnfertigung wird oft eine bereits bestehende, bewährte Rezeptur unter Ihrem eigenen Label produziert. OEM-Fertigung (Original Equipment Manufacturing) geht in der Praxis häufig einen Schritt weiter und schließt eine individuellere Abstimmung von Rezeptur, Zutaten oder Verpackungsform mit ein. In der Praxis der Heimtierbranche werden beide Begriffe oft synonym verwendet, entscheidend ist am Ende immer die konkrete Vereinbarung mit Ihrem Hersteller.

Für wen sich Lohnfertigung lohnt

Hundefutter Lohnfertigung eignet sich vor allem für Fachhändler, die bereits ein stabiles Grundgeschäft haben und den nächsten Schritt zur eigenen Marke gehen möchten. Das betrifft Zoofachgeschäfte mit treuer Stammkundschaft ebenso wie Wiederverkäufer mit eigenem Online-Shop, die sich von austauschbarer Markenware abheben wollen. Wer gerade erst als Wiederverkäufer für Hundefutter einsteigt, startet in der Regel zunächst mit unserem regulären Großhandelssortiment und wechselt erst später, mit wachsendem Umsatz, zu einer eigenen Lohnfertigungs-Linie.

Der Ablauf bei NANDOO im Überblick

Der Weg von der ersten Anfrage bis zur fertigen, eigenen Produktlinie läuft bei uns in klar strukturierten Schritten ab:

  • Erstgespräch: Wir klären Ihre Zielgruppe, die gewünschte Produktkategorie (Kausnacks, Leckerlis, Nassfutter oder Trainingswurst) sowie erste Vorstellungen zu Rezeptur und Menge.
  • Rezeptur- und Verpackungsabstimmung: Auf Basis einer bestehenden Grundrezeptur oder einer individuellen Neuentwicklung legen wir gemeinsam Zutaten, Formate und Verpackungsgrößen fest.
  • Musterproduktion: Vor der eigentlichen Serienfertigung erhalten Sie in vielen Fällen Muster, um Geschmack, Konsistenz und Verpackung zu prüfen.
  • Serienproduktion: Nach Freigabe erfolgt die Herstellung in unserer gewohnten Qualität, schonend luftgetrocknet und aus Rohware mit EU-Herkunft.
  • Auslieferung: Die fertige Ware geht direkt an Sie oder, nach Absprache, an Ihren Logistikdienstleister.

Mindestmengen und Kosten realistisch einschätzen

Da Lohnfertigung eine eigene Produktionsplanung erfordert, liegen die Mindestmengen in der Regel über dem regulären Mindestbestellwert von 2.000 € im klassischen Großhandel. Die konkrete Höhe hängt stark von der gewählten Produktkategorie ab: Bei Leckerlis und Kausnacks sind die Einstiegsmengen häufig niedriger als bei Nassfutter, das aufwendigere Produktionsprozesse und eigene Abfüllanlagen benötigt. Sprechen Sie uns frühzeitig an, damit wir gemeinsam realistische Mengen, Kosten und Zeitpläne für Ihr Vorhaben abstimmen können, statt mit unklaren Erwartungen in die Kalkulation zu starten.

Rezeptur: bestehend oder individuell?

Bei der Lohnfertigung stehen Ihnen grundsätzlich zwei Wege offen. Sie können auf eine bereits bewährte Grundrezeptur zurückgreifen und diese lediglich unter Ihrer eigenen Marke labeln lassen, was Zeit spart und die Einstiegsmengen senkt. Alternativ entwickeln wir gemeinsam eine individuelle Rezeptur, etwa mit einer bestimmten Monoprotein-Quelle, getreidefrei oder mit besonderen Zutaten, die zu Ihrer Zielgruppe passen. Individuelle Rezepturen benötigen mehr Vorlaufzeit für Abstimmung und Musterproduktion, bieten dafür aber ein wirklich eigenständiges Produkt, das sich klar von Wettbewerbern abhebt.

Kennzeichnung und rechtliche Pflichtangaben

Unabhängig davon, ob Sie eine bestehende oder individuelle Rezeptur wählen, müssen die gesetzlichen Kennzeichnungspflichten für Heimtierfutter eingehalten werden. Dazu zählen unter anderem Angaben zur Zusammensetzung, zu tierischen Nebenerzeugnissen, zur Mindesthaltbarkeit und zur Chargennummer. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag zur Deklarationspflicht bei Hundefutter. Wir stimmen diese Pflichtangaben gemeinsam mit Ihnen ab, damit Ihre neue Linie von Anfang an rechtssicher in den Handel eingeführt werden kann.

Häufige Fragen zur Lohnfertigung

Eine häufige Frage betrifft die Lieferzeit: Bei einer bereits bestehenden Rezeptur mit lediglich neuer Verpackung geht die erste Auslieferung deutlich schneller als bei einer komplett neuen Rezepturentwicklung, bei der mehrere Wochen für Musterproduktion und Feinabstimmung eingeplant werden sollten. Eine zweite häufige Frage ist die nach Nachbestellungen: Sobald eine Rezeptur einmal produktionsreif abgestimmt ist, laufen Folgebestellungen in der Regel deutlich schneller als die erste Produktionsrunde, da Rezeptur und Verpackung bereits feststehen.

Von der Idee zur eigenen Produktlinie

Hundefutter Lohnfertigung ist kein Projekt für zwischendurch, sondern eine strategische Entscheidung, die sich über mehrere Jahre auszahlen kann, wenn Zielgruppe, Rezeptur und Vermarktung zusammenpassen. Weitere Hintergründe zum Aufbau einer eigenen Marke finden Sie auch auf unserer Seite zu Private Label. Wenn Sie über eine eigene Produktlinie nachdenken, sprechen Sie uns an, wir beraten Sie zu Rezeptur, Mindestmengen und realistischen Zeitplänen für Ihr Vorhaben.

Welches Protein passt zu Deinem Hund?

Der Futterfinder fragt, welche Sorten Dein Hund schon kennt, und empfiehlt ein Novel Protein, das er noch nicht hatte.

Futterfinder starten →
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden Deines Hundes wende Dich bitte an eine Tierärztin oder einen Tierarzt.