Kauartikel gehören für viele Zoofachgeschäfte zu den verlässlichsten Umsatzbringern im gesamten Sortiment. Kunden kaufen sie regelmäßig nach, die Margen sind bei natürlicher Ware attraktiv, und die Auswahl reicht von harten Klassikern bis zu weichen Alternativen für sensible Hunde. Dieser Überblick fasst zusammen, welche Kategorien es gibt und wie Sie ein ausgewogenes Sortiment aufbauen.
Was Kauartikel im Sortiment leisten
Kauartikel dienen nicht nur der Beschäftigung, sie unterstützen auch die Zahnpflege und geben Hunden ein artgerechtes Kauerlebnis. Für den Handel bedeutet das: Kauartikel sind ein Produkt, das sich über gesundheitliche und verhaltensbezogene Argumente verkaufen lässt, nicht nur über den Preis. Genau das macht sie zu einem stabilen, wiederkehrenden Umsatzbringer, sofern das Sortiment richtig aufgebaut ist.
Kategorien im Überblick
Ein solides Grundsortiment deckt unterschiedliche Härtegrade, Kaugrößen und Proteinquellen ab:
- Harte Klassiker wie Ochsenziemer und Rinderkopfhaut für kräftige, ausdauernde Kauer
- Weichere Alternativen wie Hühnerbrust und Lammlunge für Welpen und ältere Hunde
- Monoprotein-Sorten wie Fischhaut oder Ente für ernährungssensible Hunde
- Kleinformate für kleine Rassen, damit auch dieses Kundensegment bedient wird
Einen ausführlichen Vergleich der wichtigsten Rohstoffe, ihrer Härtegrade und Eignung finden Sie in unserem Beitrag Rohstoffe im Vergleich: Ochsenziemer, Rinderkopfhaut & Co.
Sortimentsaufbau: weniger ist oft mehr
Es lohnt sich, nicht zu viele Varianten gleichzeitig einzuführen. Fünf bis acht gut laufende Kauartikel, konsequent nachbestellt, verkaufen sich zuverlässiger als zwanzig Sorten, von denen die Hälfte Ladenhüter bleibt. Beobachten Sie in den ersten Wochen nach einer Sortimentserweiterung, welche Produkte sich von selbst verkaufen, und stocken Sie diese gezielt auf, statt das gesamte Sortiment gleichmäßig zu bevorraten.
Präsentation im Regal
Auch das beste Sortiment verkauft sich schlecht, wenn es falsch platziert ist. Einige Grundregeln haben sich im Fachhandel bewährt:
- Kauartikel auf Augenhöhe und in Kassennähe platzieren, sie eignen sich gut als Zusatzverkauf
- Herkunft und Zusammensetzung sichtbar kennzeichnen, getreidefreie und Monoprotein-Sorten klar auszeichnen
- Härtegrad-Empfehlungen für unterschiedliche Hundegrößen deutlich sichtbar machen
- Saisonale Zweitplatzierungen für Themen wie Zahnpflege oder Beschäftigung an Regentagen nutzen
Qualität als Verkaufsargument
Kunden im Zoofachhandel fragen zunehmend nach Herkunft und Verarbeitung ihrer Kauartikel. Schonend luftgetrocknete Ware ohne künstliche Zusätze aus Rohstoffen mit EU-Herkunft lässt sich mit diesem Hintergrundwissen deutlich besser verkaufen als über den Preis allein. Ein kurzer Hinweis im Verkaufsgespräch, etwa zur schonenden Trocknung statt industrieller Extrusion, reicht oft aus, um aus einem preissensiblen Kunden einen Stammkunden für hochwertige Kauartikel zu machen.
Ergänzung durch Leckerlis, Nassfutter und Trainingswurst
Ein starkes Kauartikel-Sortiment lässt sich sinnvoll um weitere Produktgruppen ergänzen. Unsere Leckerlis eignen sich als kleinere, häufiger gekaufte Ergänzung, unser Nassfutter für Kunden, die auf eine hochwertige Grundfütterung Wert legen, und Trainingswurst speziell für Hundeschulen und Trainer. Mehr dazu, wie sich Trainingswurst und Belohnungssnacks speziell für Hundeschulen einsetzen lassen, lesen Sie in unserem Beitrag Trainingswurst & Snacks für Hundeschulen.
Nachbestellung planen
Damit Renner-Sorten nie fehlen, lohnt sich ein fester Bestellrhythmus mit einem definierten Mindestbestand, ab dem automatisch nachbestellt wird. Da im Großhandel ein Mindestbestellwert von 2.000 € gilt und Lieferungen ab 5.000 € versandkostenfrei erfolgen, bündeln Sie Bestellungen idealerweise über mehrere Sorten hinweg. Für bekannte, wiederkehrende Bestellungen eignet sich unsere Schnellbestellung, mit der Sie bewährte Artikel in Sekunden nachordern können.
Eigene Marke mit Kauartikeln aufbauen
Wenn Sie sich langfristig von austauschbarer Markenware abheben möchten, lohnt sich auch bei Kauartikeln ein Blick auf Private Label: Wir übernehmen Produktion und Verpackung, Sie behalten Marke und Verkaufspreis. Ein durchdachtes Kauartikel-Sortiment ist am Ende kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis aus klarer Sortimentsauswahl, Beobachtung der Verkaufszahlen und einer Präsentation, die Qualität sichtbar macht.

