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Kauartikel für den Fachhandel: So bauen Sie ein starkes Sortiment auf

⏱️ 4 Min. LesezeitRatgeber von kauliebe
Kauartikel für den Fachhandel: So bauen Sie ein starkes Sortiment auf

Kurz gesagt

Kauartikel-Sortiment im Fachhandel gezielt aufbauen: Renner-Sorten, Margen und Präsentation für Zoofachhandel und Wiederverkäufer im Großhandel.

Ein durchdachtes Kauartikel-Sortiment gehört zu den zuverlässigsten Umsatzbringern im Zoofachhandel. Kunden kaufen Kauartikel regelmäßig nach, die Margen sind bei natürlicher Ware attraktiv und die Produkte lassen sich ohne großen Beratungsaufwand verkaufen. Wer im Kauartikel Großhandel die richtigen Sorten wählt und sie gut präsentiert, baut sich eine verlässliche Umsatzsäule auf.

Welche Kauartikel gehören ins Grundsortiment

Ein solides Sortiment deckt unterschiedliche Härtegrade, Kaugrößen und Proteinquellen ab, damit für jede Hundegröße und jeden Bedarf etwas dabei ist:

  • Rinderkopfhaut und Ochsenziemer als klassische, langlebige Kauartikel für kräftige Kauer
  • Hühnerbrust und Lammlunge als weichere Alternative für Welpen und ältere Hunde
  • Fischhaut und Ente als Monoprotein-Sorten für ernährungssensible Hunde
  • Kleine Formate für kleine Rassen, damit auch dieses Kundensegment bedient wird

Wichtig ist, nicht zu viele Varianten gleichzeitig einzuführen. Fünf bis acht gut laufende Kauartikel, konsequent nachbestellt, verkaufen sich zuverlässiger als zwanzig Sorten, von denen die Hälfte Ladenhüter bleibt.

Margen und Renner-Sorten erkennen

Im Hundesnacks Fachhandel-Geschäft entscheidet weniger der Einkaufspreis über den Erfolg als die Umschlaggeschwindigkeit. Ein Kauartikel mit etwas geringerer Marge, der wöchentlich nachgekauft wird, bringt langfristig mehr Ertrag als ein Nischenprodukt, das monatelang im Regal steht. Beobachten Sie in den ersten Wochen nach der Sortimentserweiterung, welche Produkte sich von selbst verkaufen, und stocken Sie diese gezielt auf. Kausnacks Wiederverkäufer-Konditionen mit gestaffelten Preisen ab bestimmten Abnahmemengen helfen dabei, genau diese Renner-Sorten kostengünstig nachzubestellen.

Präsentation im Laden

Auch das beste Sortiment verkauft sich schlecht, wenn es falsch platziert ist. Einige Grundregeln haben sich im Fachhandel bewährt:

  • Kauartikel auf Augenhöhe und in Kassennähe platzieren, sie eignen sich gut als Zusatzverkauf
  • Herkunft und Zusammensetzung sichtbar kennzeichnen, getreidefreie und Monoprotein-Sorten klar auszeichnen
  • Offene Warenpräsentation in Schütten oder Gläsern erhöht die Kaufbereitschaft gegenüber verschlossenen Kartons
  • Saisonale Zweitplatzierungen für Themen wie Zahnpflege oder Beschäftigung an Regentagen nutzen

Sortimentserweiterung schrittweise angehen

Wenn Sie Ihr Kauartikel-Sortiment neu aufbauen oder erweitern, empfiehlt sich ein schrittweises Vorgehen statt einer kompletten Sortimentsumstellung auf einmal. Führen Sie zunächst zwei bis drei neue Sorten ein und beobachten Sie über vier bis sechs Wochen, wie diese sich verkaufen. So vermeiden Sie, dass gebundenes Kapital in Produkten steckt, die sich am Ende schlecht verkaufen, und können gezielt nachjustieren. Sprechen Sie außerdem aktiv mit Ihren Kunden: Welche Kauartikel wurden bisher vermisst, welche Proteinquellen werden nachgefragt, gibt es Interesse an getreidefreien oder Monoprotein-Varianten? Diese direkten Rückmeldungen sind oft aussagekräftiger als jede allgemeine Markteinschätzung und helfen dabei, das Sortiment gezielt auf die eigene Kundschaft zuzuschneiden.

Qualität als Verkaufsargument nutzen

Kunden im Zoofachhandel fragen zunehmend nach der Herkunft der Rohware und nach dem Verarbeitungsprozess. Schonend luftgetrocknete Kauartikel ohne künstliche Zusätze lassen sich mit diesem Hintergrundwissen deutlich besser verkaufen als über den Preis allein. Schulen Sie Ihr Verkaufspersonal kurz zu den wichtigsten Fakten: Herkunft aus der EU, keine chemischen Konservierungsmittel, schonende Trocknung statt Extrusion. Diese wenigen Sätze reichen oft aus, um aus einem preissensiblen Kunden einen Stammkunden für hochwertige Kauartikel zu machen.

Nachbestellung und Lagerhaltung planen

Damit Renner-Sorten nie fehlen, lohnt sich ein fester Bestellrhythmus. Legen Sie für Ihre meistverkauften Kauartikel einen Mindestbestand fest, ab dem automatisch nachbestellt wird. Da im Kauartikel Großhandel ein Mindestbestellwert von 2.000 € gilt und Lieferungen ab 5.000 € versandkostenfrei sind, lohnt es sich, Bestellungen zu bündeln und mehrere Sorten gleichzeitig aufzustocken, statt häufig kleine Mengen einzeln nachzuordern.

Zusammenarbeit mit Ihrem Großhandelspartner

Ein starkes Kauartikel-Sortiment entsteht nicht allein am Regal, sondern auch im Austausch mit Ihrem Großhändler. Klären Sie frühzeitig, welche Sorten dauerhaft lieferbar sind und welche saisonal schwanken können, damit Sie Ihre Regalplanung entsprechend anpassen. Ein verlässlicher Partner informiert Sie außerdem proaktiv über Lieferengpässe oder neue Sorten, bevor diese für Sie überraschend relevant werden. Wer diesen Austausch pflegt, vermeidet leere Regale ebenso wie überfüllte Lager und kann sein Sortiment kontinuierlich an die Nachfrage seiner Kundschaft anpassen.

Ein durchdachtes Kauartikel-Sortiment ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis aus klarer Sortimentsauswahl, aufmerksamer Beobachtung der Verkaufszahlen und einer Präsentation, die Qualität sichtbar macht. Wer diese drei Punkte beachtet, macht aus Kauartikeln eine feste Umsatzsäule im Fachhandel.

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Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden Deines Hundes wende Dich bitte an eine Tierärztin oder einen Tierarzt.